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1570 - Im Kirchwege

1570 kirchweg

Dieser Kartenausschnitt aus dem Jahre 1570 zeigt den Kirchweg von Offensen nach Heisebeck, wo die Gläubigen zu der Zeit zur Kirche gehen mussten.

Dieser Weg heißt heute, 31.10.2020, Lichtenbergstr.
Er führt dann zwischen Lichten-und Mühlenberg links am Kirchgrund lang.

Wüstung Behrensen

Ortschaft Behrensen (Bernersen) - "Dehneckes Heiligtum"

1,6 Km Richtung Adelebsen ab Ortschild Offensen bei Fingers Wiese liegt die Wüstung Behrensen.

Lage und Geodaten

N 51°34.981´
E 009°42.083´
Höhe 175 m ü. NN

Dehneckes Heiligtum von Karl Brümmer

Fingers Wiese

Zwischen Offensen und Adelebsen liegt in einer langgezogenen Kurve ein kaum erkennbarer, verebneter Hügel.

Das ist der Kirchenhügel der Wüstung Behrensen, genannt - Dehneckes Heiligtum -!

Die gegenüberliegende Wiese wird "Fingers Wiese" genannt.

Es erstreckt sich bei Kilometerstein 9.7 rechts und links der Strasse.

Behauene, im Rechteck angeordnete Steine und ein Steinkreuz (siehe unten) wurden durch Harry Finger 1948 / 1949 abgetragen.

Aus Angst vor den Archäologen vergrub er das Steinkreuz im Wald.

Nach einem Hinweis von ihm grub der Offensener Dorfschullehrer Karl Brümmer dieses Kreuz wieder aus.

Mehr zur Geschichte siehe auch...
Wüstung Behrensen - Karl Brümer

Kirchenkreuz Behrensen

Kirchenkreuz Behrensen

Dieses Steinkreuz hängt nun in der Wehrkirche Offensen und gehört eventuell zur Kapelle des dort vermuteten, wüstgefallenen Ortes Behrensen / Schwülme (auch Bernersen).

Siehe auch...
Historische Karte Adelebsen.

Offensener Turmkirche

Die Offensener Kirche...

Kirche 1900

...ein Zeugniss mittelalterlicher Turmkirchen.

Man findet die kleine mittelalterliche Kirche,
idyllisch mitten im alten Ortskern von Offensen gelegen,
nahe der Schwülme.

Sie reiht sich in eine Reihe von Turmkirchen ein, die in der näheren Umgebung gebaut wurden.

Siehe dazu Navigation...
Historische Links - Bau von Turm- und Wehrkirchen

Erhard Kühlhorn schrieb dazu folgendes:
„Nach der Vita Meinweri, der Lebensbeschreibung des Bischofs Meinwerk von Paderborn schenkten zwischen 1015 und 1036 die Schwestern Bosan, Cristina und Ebbican dem Marienaltar der Paderborner Bischofskirche eine Anzahl von Besitzungen, die Ihnen nach Erbrecht gehören.

Darunter ihre Güter in Uffanhusun.

Erst viel später, im Jahre 1318, ist Offenhusen im Lehnbuch des Herzogs Otto des Milden von Braunschweig - Wolfenbüttel verzeichnet.

Die Offensener Kapelle, Filial der hessischen Pfarre Heisebeck, wird während des Mittelalters nicht genannt.

Nach der Subsidienregister des Archidiakonates Nörten von 1519 / 20 gehört Heisebeck zu Sedes Oedelsheim an der Weser.

Da die Offenser Kapelle in diesem Verzeichnis nicht aufgeführt wird, dürfte sie schon damals zur Parochi Heisebeck gezählt haben.

Im Mittelalter war unsere Kapelle wahrscheinlich den heiligen drei Königen geweiht.“

Bestimmte kirchliche Aufgaben, wie die Gottesdienste an hohen Feiertagen, Taufen und Trauungen, wurden in der Mutterkirche Heisebeck vorgenommen.

Deshalb führte ein Kirchweg von Offensen nach Heisebeck, den die Offensener Kirchgänger benutzten.

In der Karte 1570 - ist dieser Weg als Kirchweg eingezeichnet.

Heute ist er noch als Hohlweg genau im Taleinschnitt zwischen Mühlenberg und Lichtenberg zu erkennen.

Im Volksmund wird er als - Kirchgrund - bezeichnet.

Karte 1570

Die Offensener Kirche hat ihre heutige Gebäudeform...

Kirche

...erst im Laufe der Jahrhunderte erhalten.

Das aus Erd- und Obergeschoß bestehende Schiff ist aus rötlichem Buntsandstein und hellem Kalkstein mit scharrierten Eckquadern aus Sandstein gemauert.“

Über die Zeit-– und Baugeschichtliche Untersuchung der Offensener Kirche schreibt Professor Stephan im Göttinger Jahrbuch 1996 sinngemäß:
In kleinen Orten der Uslarer Gegend wie Offensen, Fürstenhagen, Verliehausen, Gierswalde und Schlarpe, oder auch in wüst gefallenen Orten wie Friewohle, zeugen kleine Gotteshäuser, sogenannte Turmkirchen, von dieser besonderen, mittelalterlichen Bauweise.

Diese Turmkirchen sind im Gebiet der Leine und der Oberweser zu finden.

Als früheste Datierung wird von Professor Stephan die zweite Hälfte des 12. Jahrhundert angenommen.

Kirchen mit Umwehrungen, die auch die Bezeichnung - Kirchburgen oder Wehrkirchen - tragen, sind ebenfalls in Süddeutschland und Siebenbürgen zu finden, z.T. gut erhalten und sehr bekannt.

Die Turmkirchen dienten zunächst als Schutzzuflucht vor den angreifenden Feinden und wurden später zu einem größeren Gotteshaus erweitert.

Es ist eine Symbiose aus Wehrbau und Kirche, die baulich umgesetzt wurde.

Sie waren offenbar als kurzfristige Zuflucht und durch die bauliche Weise der engen Schiessscharten nicht als aktive Verteidigungseinrichtung gedacht.

Die Schutzfunktion der 1 bis 1,5 Meter starken Grundmauern des Turmes war nach Erfindung des Schießpulvers durch seine Sprengkraft im 16. Jahrhundert hinfällig geworden.

Weitere Turm- oder sogenannte Wehrkirchen in unserer Nähe existieren auch noch in Oldenrode, Nienhagen, Wibbecke, Bühren und Varmissen.

Kleinere wüstgefallene Ortschaften finden sich rings um uns rum, und weisen auch Reste von Kirchengebäuden auf.

Die größte in unserer nächsten Nähe dürfte die Friwohler Kirche sein.

Siehe dazu die Links in der Navigation.

Altersbestimmung mittels Dendrochronologie - Holzprobe 5

Dendrochronologie

Die Errichtung der Offensener Kirche

wird durch Altersbestimmung des verwendeten Bauholzes zwischen 1330 und 1350 datiert.

Die Altersbestimmung erfolgt mit Hilfe von Jahresringen gefällter Bäume verschiedener Zeiten (Dendrochronologie).

Es wurden Balken des Dachstuhles und der vermutlich ersten eichenen Kirchentür, die die Jahrhunderte überdauert hat und auf dem Dachboden gefunden wurde, Holzproben entnommen.

Den Bautyp der dreigeschossigen Turmkirche in Offensen kann man noch gut erkennen, obwohl mit Baufuge ein aus auffallend unregelmäßigem Mauerwerk aufgebauter Chor angefügt wurde (16. Jahrhundert) – nach anderer Quelle - 15. Jahrhundert.

Die Mauerstärke des Chores von 1,45 Metern und die Höhe der Wände, die über die Maße anderer Kirchen liegt, könnten auf eine Schutzfunktion hinweisen.
Kam der Feind, gingen die Bewohner über eine Leiter in ein höher gelegenes Stockwerk.

Dann wurde die Kirchentür durch Vorlegebalken verbarrikadiert und die Leiter eingezogen.

In den unteren Stockwerken gab es keine Fenster und Türen.

Der Chor war auch dementsprechend ausgebaut und schlicht gehalten.

Kunstwerke aus dieser Zeit sind nicht vorhanden.
Vielleicht gab es auch keine.

Dr. Eberhard Kühlhorn listet zusammenfassend die Baugeschichte auf:
Bau einer zweistöckigen Wehrkapelle mit zwei gewölbten Jochen im Erdgeschoß, sowie Schießscharten im Ober- und Dachgeschoß während des 13. oder der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts (nach örtlicher Überlieferung im frühen 13. Jahrhundert).

Der ursprüngliche Fußboden lag 1 Meter tiefer, die Gewölbe setzten etwa 2 Meter darüber an.

Zugang zum Obergeschoß vielleicht mit Leiter durch eine Deckenöffnung, die sich durch einen fehlenden Schlussstein ergab und von oben mit einer Steinplatte verschlossen werden konnte, während die Tür durch Vorlegebalken gesichert war.

Anbau eines Chores mit geradem Schluss (d.h. kein Gewölbe) wohl Anfang des 16. Jahrhunderts zur Erweiterung des Kapellenraumes.

Vielleicht erfolgten damals die Erdaufschüttungen.

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Herausbrechen der Gewölbe, vielleicht um den Einbau einer Orgel zu ermöglichen.

1781 oder 1768 Einsetzen der beiden großen Fenster in der Südwand des Schiffes,

da die Fenster im Chor kaum Licht spendeten und wohl gleichzeitig Errichtung von Kanzel und Empore.

Aufsetzen des hässlichen Dachreiters 1886, um Platz für eine Glocke und die Uhr zu schaffen.

Dimensionen

Aufmass Kirche

Abmessungen der der Offenser Kirche

Gesamtaußenmaße: 15,20 Meter x 7,38 Meter = 112,18 m²
Der Chor: Die Außenmaße: 5,70 x 7,20 Meter = 37,44 m²
Der Turm: Die Außenmaße: 9,5 x 7,38 Meter = 70,11 m² Die
Höhe der Kirche beträgt bis zur Wetterfahnspitze 18,52 Meter.
Die Innenmaße: 7 x 6,1 Meter = 43 m².
Die Mauerstärke beträgt im Erdgeschoss 1,20 Meter und beträgt im Dachgeschoß noch 85 cm.

Siehe auch...
PDF - Abmessungen der Offenser Kirche

Der Drei-Königsaltar

Drei-Königsaltar

Der Altar ist ein besonderes Schmuckstück

aus dem 15. Jahrhundert (wahrscheinlich zwischen 1418 – 1422) und wird von Kunsthistorikern und Kirchenmalern als besonders wertvoll bezeichnet.

Es handelt sich um einen zweiflügeligen, niedrigen Altarschrein.

Er enthält die Anbetung der Heiligen drei Könige als gefasste (bemalte) Schnitzfiguren in einer dreidimensionalen Ansicht.

Der linke Seitenflügel ist eine gemalte Bildtafel, die die Geburt Christi darstellt.

Der rechte Seitenflügel stellt die gemalte Verkündung dar.

Balzer Rock und Dr. Helmke schreiben folgendes:
„Das Wertvolle der Malerei beim Offensener Altarschrein und das zeitgeschichtliche Bedeutsame bzw. entwicklungsgeschichtlich Bemerkenswerte des Heraustretens des Altarschreins aus dem Altarbild ins Dreidimensionale, rücken diesen Schrein in den Blickpunkt und lassen auch den Maler des Offensener Altars als sehr beachtlichen Meister des frühen Mittelalters Gestalt gewinnen, der wohl seine Werkstatt in Göttingen hatte und wahrscheinlich auch die plastischen Figuren geschaffen hat.

Der Schrein sei im Jahre 1907/08 instand gesetzt und müsse einer neuerlichen Restauration unterzogen werden.

Im Jahr 1956 wurde er erneut restauriert.

Mündlicher Überlieferung nach soll der Altarschrein ein Geschenk der Klosterkirche Lippoldsberg an die Kirche zu Offensen gewesen sein

Die Kirchenkanzel:

Kirchenkanzel

Die Kanzel stammt aus dem 16. Jahrhundert.

Die kolorierten Abbildungen der Kanzel wurden mittels eines mittelalterlichen Druckverfahrens hergestellt (Papierdruck mit Hilfe einer geschnitzten Holzplatte).

Die Füllungen zeigen fünf Themen, die zum Teil mehrfach wiederkehren. Auffallend ist, dass die Kreuzigungsgruppe dreimal, ein Blumenstrauß und das Jesuskind zweimal, während ein Engelskopf (gekennzeichnet mit dem Buchstaben CS) und ein Rankenmotiv nur je einmal wiederkehren.

Siehe auch...
Dissertation 1976 - Ulfried Müller

Das Hagelbild:

Hagelbild

Hagelunwetter gab es in Offensen mehrfach.
Das Hagelbild bezieht sich auf das Hagelunwetter von 1813.

Siehe auch...
Historischses Offensen - Hagelunwetter 1861

Kirchenkreuz der Wüstung Behrensen

Kirchenkreuz Wüste Behrensen

ist das einzige Überbleibsel der Kapelle von Behrensen, das bei der Begradigung von - Fingers Wiese -, die zwischen Adelebsen und Offensen liegt, gefunden wurde.

Siehe auch...
Historischses Offensen - Wüste Behrensen

Der Kirchenschlüssel der Wüstung Obern Bremke:

Kirchenschlüssel Obern Bremke

Nachdem der der Schlüssel jahrelang verschollen war, wurde er im Jahre 2014 dem Ortsheimatpfleger Dietmar Wieneke als Dauerleihgabe übergeben.
Der Schlüssel wurde am 05. Juli 2015 anläßlich des Gemeindefestes der Kirchengemeinde überlassen und in der Kirche Offensen unterhalb des Steinkreuzes sichtbar für alle angebracht.

Siehe auch...
Wüstung - Obern Bremke

Kirchenschlüssel Obern Bremke

Bausteine der Wüstung Obern Bremke

Bausteine Obern Bremke

die Fenstersteine der Kirche Obern Bremke liegen im Aussenbereich der Kirche.

Siehe auch...
Historische Links - Wüstung Obern Bremke

Quellenangabe:

Karte 1570

Eine Auflistung der Dissertationen (Veröffentlichungen) und Quellen:

Dr. Barbette Hartwieg - Doktorarbeit - Kunsttechnologische Analyse des Göttinger Barfüßerretables von 1424 im Kontex zeitgenössischer Altarwerke
Dr. Katharina-Luise Saalbach - Doktorvorarbeit
Prof. Dr. Hans-Georg Stephan - Der Solling im Mittelalter -
Göttinger Jahrbuch 1996 Dr. Erhard Kühlhorn - Von Land und Leuten, zwischen Harz und Weser
Heinrich Funke, Dietmar Wieneke - Sollinger Heimatblatt - Heft 1 / 2013
Lehrer Karl Brümer - Dorfchronik - Kirche Offensen
Klaus Kunze - Ortssippenbuch Offensen -
Gründungsurkunde - Signatur Offensen Speziala A 401
Gründungsurkunde von Offensen Fotoshow Signatur Offensen Speziala A 401
Balzer Rock - Bodenfelde / Dr. Helmke - Berlin - Schriftstück Altarschrein - Ausschnitt Dorfchronik
Dr. Ulfried Müller - Doktorarbeit - Mehrgeschossige mittelalterliche Kapellen im Bergland zwischen Weser und Leine - Die Kanzel in der Kirche zu Offensen.
Gerhard Friedrichs - Abmessungen Kirche

Siehe auch Navigation - Historische Links

Wüstung Dornhagen

Lage und Geodaten:

Zwischen Offensen - Adelebsen – im Gebiet Bahlas - Richtung Bramburg

N 51°35.403´
E 009°42.992´
Höhe 324 m ü. NN

Brunnen von Dornhagen

Ausgrabung im Jahr 1983 durch Dr. Eckhart Schröder

Eine von Dr. Eckhart Schröder geleitete Ausgrabung im März 1983 brachte Funde über das mittelalterliche Dorfleben in unserer Region zu Tage.

Die Datierung der Ortsgründung ist nicht bekannt.
Hier kann jedoch die Ortsnamengebung einen Anhaltspunkt geben, da die mittelalterlichen Hagendörfer im Leine und Weserbergland im 12ten und 13ten Jahrhundert besiedelt wurden.

Diese Siedlungen wurden von Grundherren in Grenzwaldungen auf oftmals klimatisch benachteiligten Gebieten und auf Böden, die damals recht ungünstig waren, angelegt.

Fundstücke im Brunnen Dornhagen

Dr. Eckhart Schröder mit Fundstück

Der Brunnen hat eine Tiefe von 6,25 Meter bei der Ausgrabung.
Er wurde mit ungehauenen Sandsteinen gemauert und hat einen Innendurchmesser von 0,95 Meter.

In diesem Brunnen wurde Keramikbruch, Reste von Leder und Holzgeräten, sowie Körner von Weizen, Roggen, Gerste und Hafer gefunden.

Im Bild links präsentiert Dr. Eckhart Schröder einen restaurierten Tonkrug aus dem 14. Jahrhundert.

Die Keramikscherben wurden auf das 14. Jahrhundert bestimmt.

Nach der dendochronologische Analyse des Fundholzes kann die Benutzung des Brunnens noch auf 1310 datiert werden.

In der näheren Umgebung wurden keine weiteren Brunnen gefunden, somit muss davon ausgegangen werden, dass es sich hier um einen Dorfbrunnen handetl.

Gebäudefunde in der Wüstung

Lageplan der Funde

Bei den Ausgrabungen wurden drei kleine Gebäude mit massiven Fundamenten rekonstruiert. Bei zweien der Gebäude waren die Fundamente zwischen 1,10 - 1,20 Meter hoch.

Ihre geringe Größe läßt auf Wirtschaftsgebäude schließen. Dr. Eckhard nimmt von der Bauweise an, dass es sich um Kornspeichergebäude handelte.
Aus Brandschutzgründen lagen diese Gebäude abseits der Wohngebäude, aber immer in Sichtweite.

Wohngebäude waren sicherlich nicht aus Stein, sondern aus Holz und Stroh gebaut und daher nicht mehr aufzufinden gewesen, sondern nur anhand der Bodenstruktur zu vermuten. Von diesen Bodenstrukturen ausgehend, wurden zwei Flächen ermittelt.

In der unmittelbaren Umgebung wurden Wölbäcker und Lesesteinhaufen gefunden.

Urkundliche Erwähnung:

Brunnenschacht

Über die Wüstung Dornhagen sind urkundliche Erwähnungen aus dem Jahre 1394 und 1449 bekannt.
1394 wird es als - wosteninge tho dem dornhagen
und 1449 als - die wüstungen und geholtz genant dornhann
erwähnt.

Mit dem Beleg von 1449 ist die Ortschaft Dornhagen zweifelsfrei als verlassen und wüstgefallen anzusehen, da sie mit dem Begriff - geholtz - als verwaldet bezeichnet wird.
1394 ist das noch nicht zweifelsfrei erwiesen.

Außerdem wurde Dornhagen noch als Flurname in Karten mit den Namen:

  • dürre hagen
  • Dören Hagen
  • Vor dem Dören Hagen
  • Dürren Hagen
  • vor dem düren Hagen

gebraucht.

In Adelebsen ist heute noch der Fortstortname - Dörenhagen - gebräuchlich.

Quelle: Dr. Eckart Schröder, - Funde und Befunde zu Siedlung und Wirtschaft der spätmittelalterlichen Wüstung Dornhagen bei Adelebsen, Kreis Göttingen.
Göttinger Jahrbuch 1987

Ausgrabungsbericht siehe folgend oder auch rechte Navigaton...
Ausgrabungsbericht Wüstung Dornhagen

Im Bild ist die Öffnung des Brunnens zu sehen.

Zeitungsartikel und Quellen

Funde

Berichterstattungen zur Ausgrabung und Rekonstruierung des Brunnens dazu siehe folgend Veröffentlichungen:

  • Brunnen als Schatztruhe
  • Brunnen erinnert an mittelalterliche Wüstung
  • Dach und Kurbel aus Holz für mittelalterlichen Brunnen
  • Funde und Befunde Dornhagen - Göttinger Jahrbuch - 1987
  • Wüstungskarte Adelebsen

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