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23.08.2017 - 06:10
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Schäfersteine bei Offensen - Aufzeichnung Lehrer Karl Brümer / Offensen
Geodaten
Schäfersteine

Mitte der Bremker Halbe - Ausgeschildert

N 51°36.723´
E 009°42.337´
Höhe 223 m ü. NN

Lage

Am nördlichen Abhang des zerstörten Dorfes Obern - Bremke liegt der sagenumrankte Schäferstein.

Man gewahrt hier einen großen Felsblock, der die Namen Lukas und Markus und die Jahreszahl 1797 trägt, und drei weitere Findlinge.

Der große Felsblock war von einer mächtigen Eiche überschattet.

Hier pflegten die Schäfer Rast zu machen.

Ein naher Pfad bergan heißt der "Schäfersteig".

Den Schäferstein umspielen verschiedene Sagen:

In seiner Sammlung "Hannoversche Geschichten und Sagen" erzählt Weichelt:

"Am Wege von Adelebsen nach Uslar liegt, ehe man nach Verliehausen kommt, ein großer Stein, auf welchem die Namen Markus und Lukas und die Jahreszahl 1797 eingehauen sind. Dieser Stein heißt der "Schäferstein".

Im Jahrgang 1924 der "Spinnstube"

las Karl Brümer über den Schäferstein.

Vor Jahren noch wurde er von einer mächtigen Eiche beschattet.

Ein Sturm hat diesen stolzen Waldriesen später das stolze Haupt an den Boden gedrückt.

Die Wurzeln waren morsch geworden von dem Alter, der Stamm aber war noch kerngesund.

Es war eine gewaltige Arbeit, diesen Riesen fortzuschaffen; denn kein Wagen war groß und stark genug.

Der Stamm musste gespaltet werden, d.h. er wurde mit zusammengelöteten Sägen der Länge nach in 4 Teile zerschnitten, jeder Teil ein schweres Fuder.

Mancher Heimatfreund hat sie später vermisst, die dicke Schäfereiche.

Die Inschrift des Schäfersteins
Die Schäfersteine

Kreisheimatpfleger Könecke schreibt am 28.01.1961 im Göttinger Tageblatt, für ihn seien die Schäfersteine eine kultische Angelegenheit.

Die zwar unleserliche Inschrift sei geheimnisvoll.

Die erwähnten vier Steine würden, weil sie ein ganz klares Quadrat bilden, zusammen gehören.

Um das Steinquadrat sei eckenrichtig ein größeres Wallquadrat gelegt.

Ganz nahe daran lege ein imposanter Rundhügel, zweifelsohne von Menschenhand gefügt.

Könecke stellt am Schluss die Frage: "Was mag die ganze Anlage bedeuten?

Noch ist das ein großes Rätsel!