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21.07.2018 - 17:36
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De Cheschichte von den klahn Schutzengel

Ne chrootn, weisen, Engel ssat upp 'na chrootn Wolke un kukedde stumm uppe Ehrn runda.
Plötzlich fluch 'n Engekind vabei un settede sseck bei ühne.
"He, Du, wurümme kukkeste denn Lökkere inne Luft ?" froich dat klahne Engelchen.
De weise Engel schmunzelde. Denn ssie ha chanz leise:
"Eck kukke kahne Lökkere inne Luft, eck teuwe, mein Kind, eck teuwe."
"Wu upp töffst Du denn," froich dat Engelkind unchedüllich un fluch in klah'n Krahsn ümme den chrootn Engel rümm.
"Eck teuwe do upp von ah'n Minschen chebruket te wehrn," ssie de chroote Engel.
"Von ahn Minschen.......? dovonne harr de klahne Engel noch nie watt e-hört.
Neichierich settede ha sseck wiehr bei den chrootn Engel un bahede ühne, noch mehr te vatell'n.
"Kukke, klahne Engel," erklährde ühne de chroote Engel, "dat is ssou:
Normohlerweise bruket össeck de Minschen do unne nich.
Ssa liewet ühr eijenet Liem'm (Leben) - oft chlücklich un tefrie-en, mit chrootn un klahn'n Ssorjen.
Owa, ett kümmet ümmer mohl wiehr vuhr, datt ahn Minsche usen Schutz un use Hülpe bruket."
De klahne Engel froich : "Owa wie werrst Du chewohr, datt man Deck bruket ?"
"Datt spühre eck denn," antwuhrde de chroote Engel,
"Ssou bohle, wieh'n Minsche in Nuht is un meine Hülpe bruket, fänget mein luchte Flüjel an te tuckene. Denn waht eck, datt eck meck uppn Wech moken mott." ---
In düsser Nacht schlaap de klahne Engel schlecht.
Et beschäftijede ühne ssehr, watt ühne de weise Engel von den Minschen vatellt harr.
Unruhich wälterde ha sseck unda sseiner Wolkendecke hönn un her,
as ha plötzlich ahn chanz eijenohrtijet Tucken in ssein'n luchten Flüjel vaspührde.
Dat Engelkind konn kuhme chlöb'n, datt nun ock sseine Teit, te helpn, kuhm'm was.
Mit'n Lächeln in Chesichte und chroota Vuhrfreude mokede ött sseck upp'n
Wech nohr Ehr'n.............

Die Geschichte vom kleinen Schutzengel

Ein großer, weiser Engel saß auf einer Wolke und schaute stumm auf die Erde herunter.
Plötzlich flog ein Engelkind vorbei und setzte sich zu ihm auf die Wolke.
"Hey Du, warum guckst Du denn Löcher in die Luft?", fragte das Engelchen keck.
Der weise Engel schmunzelte.
"Ich starre keine Löcher in die Luft, ich warte, mein Kind, ich warte",
sagte der weise Engel leise.
"Worauf wartest Du denn?", fragte das Engelkind ungeduldig und flog in kleinen Kreisen um den großen Engel herum.
"Ich warte darauf von einem Menschen gebraucht zu werden",
sagte der große Engel.
"Von einem Menschen... ?"
Davon hatte der kleine Engel noch nie etwas gehört.
Neugierig setzte er sich wieder neben den großen Engel und bat ihn, ihm doch mehr zu erzählen.
"Schau kleiner Engel, das ist so:
Normalerweise brauchen uns die Menschen da unten nicht.
Sie leben ihr eigenes Leben - oft glücklich und zufrieden, mit großen und mit kleinen Sorgen.
Aber immer mal kommt es vor, dass ein Mensch unseren Schutz und unsere Hilfe braucht", erklärte ihm der große Engel.
"Aber wie", fragte der kleine Engel,
"erfährst Du, dass man Dich braucht?"
"Das spüren wir dann", gab der große Engel zur Antwort.
"Sobald ein Mensch in Not ist und meine Hilfe braucht, fängt mein linker Flügel an zu zucken.
Dann weiß ich, dass ich mich auf den Weg machen muss",
sagte der große Engel.
In dieser Nacht schlief der kleine Engel schlecht.
Es beschäftigte ihn sehr, was ihm der weise Engel von den Menschen erzählt hatte.
Unruhig wälzte er sich unter seiner flauschigen Wolldecke hin und her, als er plötzlich ein ganz eigenartiges, ungewohntes Zucken im linken Flügel verspürte.
Das Engelkind konnte kaum glauben, dass nun seine Zeit zu helfen gekommen schien.
Mit einem Lächeln im Gesicht und großer Vorfreude machte er sich auf den
Weg zur Erde ...